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Freitag, den 30. September 2011 um 09:58 Uhr

Unter dem Titel „Mundraub“ stand der lustige Abend im Capitol-Theater. Bei der Improvisationsvorstellung waren die Schauspieler auf die Mitarbeit des Publikums angewiesen, das nicht müde wurde, verrückte Begriffe in den Raum zu werfen.

 

KERPEN - Wie Improvisationstheater funktioniert, das hat das Publikum mittlerweile verstanden. Dennoch versprach Dennis Witton, künstlerischer Leiter des Theaterensembles „dell'arte“: „Das wird ein Feuerwerk voller Premieren.“


Und tatsächlich, wer hat denn je eine Weltmeisterschaft im Kloputzen gesehen? Unter dem Titel „Mundraub“ stand der lustige Abend im Capitol-Theater. Zunächst wärmten sich nicht nur die Schauspieler auf, auch das Publikum sollte sich einiger Aufwärmübungen unterziehen. Die Besucher sollten sich schütteln, den Nacken lockern und anschließend den Sitznachbarn massieren.


Dann gab es noch eine mündliche Übung. Zu der Geschichte „was knarzt und raschelt in der Nacht“ mussten die Leute Geräusche machen. Da wurde fiepsend gequietscht, glucksend getropft und rasselnd geklappert. So bestens eingestimmt, konnte es losgehen.


Die Schauspieler waren auf die Mitarbeit des Publikums angewiesen, das nicht müde wurde, verrückte Begriffe in den Raum zu werfen. Zum Thema Heiratsantrag fielen den Gästen Begriffe wie Inkontinenz, Heckenschere, Angelhaken, Schwiegermutter oder Kompressionsstrümpfe ein.


„Angstschweiß“, fügte die Dame hinzu, die Schauspieler Jörg Saborowski auf die Bühne bat. „Meine Liebe, wie heißt Du eigentlich“, sagte er und fiel vor der Unbekannten auf die Knie. Sie hielt Schilder mit den seltsamen Begriffen hoch, die er in den Antrag einbauen musste. Das klang dann so: „Ich liebe Dich so wie der Wurm den Angelhaken. Ich will meine Hecke gemeinsam mit dir beschneiden. Willst du mich heiraten?“ Und tatsächlich, die Antwort war: „Ich nehme den Antrag an.“


Bei der „Olympiade des Alltags“ sollten sich die Besucher eine Haushaltstätigkeit ausdenken. Die Entscheidung fiel auf das Kloputzen. Zwei Schauspielerinnen griffen zur imaginären Klobürste und putzten pantomimisch, was das Zeug hielt. Saborowski moderierte den spannenden Wettbewerb, der in Zeitlupe ablief. Die Frauen gaben alles, ob ein- oder zweihändig, mit Kreis- oder Stechbewegungen. Siegerin wurde „Susanne die Schnellstecherin“. Sie hatte sogar die Zunge eingesetzt, um die unsichtbare Klobrille zu säubern. Dem Publikum gefiel es, die amüsierten Gäste rümpften die Nasen und lachten sich dann kringelig.

 

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